• -Neues aus den Flotten-
  • Carsharing-Gesetz, car2go, CleverShuttle, Locomore, Daimler, Nextbike.

    Carsharing-Gesetz tritt in Kraft: Seit Freitag müssen sich Carsharing-Autos nicht länger verstecken. Das neue Gesetz ermöglicht es Kommunen und Gemeinden kostenlose Stellplätze im öffentlichen Raum für die geteilten Fahrzeuge zu reservieren. Davon profitieren Freefloater und stationsbasierte Anbieter. Nur P2P-Carsharing-Anbieter fühlen sich etwas hintergangen, denn für sie gelten die neuen Regeln nicht. Zudem ist es noch unklar, wann die praktische Umsetzung der neuen Maßnahmen überhaupt beginnen kann. Denn noch ist unklar, wie die Kennzeichen für Carsharing-Fahrzeuge bzw. für die Stellplätze aussehen soll. Noch müssen Kommunen dafür eine Sondernutzungs-Satzung beschließen.
    tagesspiegel.de; sueddeutsche.de

    car2go senkt Preise für die Langzeitmiete: So kosten ab dem kommenden Mittwoch hierzulande zwei Stunden nur noch 17,90 Euro und sechs Stunden 49,99 Euro. Bisher hatte letztere Option mehr als 90 Euro gekostet. Auch die Preise für vier und 24 Stunden sollen angepasst werden; am Minutentarif (26 Cent) ändert sich aber nichts.
    auto-presse.de; presseportal.de; autokiste.de

    CleverShuttle mit neuem Investor: Die Madsack Mediengruppe hat die Mehrheit des Ridesharing-Anbieters übernommen, konkret das operative Geschäft am Standort Leipzig. CleverShuttle ist ebenfalls in Berlin, München und auch Hamburg und ausschließlich mit Elektroautos unterwegs. Der Ausbau in weitere Städte in Deutschland ist geplant.
    internetworld.de; lvz.de

    Konkurrenz unerwünscht: Locomore hat einen neuen Betreiber und kann theoretisch wieder fahren. Aber eben nur theoretisch, denn die Deutschen Bahn teilte dem Unternehmen Ende der vergangenen Woche telefonisch mit, dass man die nötige wagentechnische Untersuchung nicht länger durchführen würde. Damit war die Konkurrenz erstmal außer Gefecht gesetzt und hunderte Reisende mussten spontan auf DB-Züge umsteigen.
    welt.de; swr.de

    Daimler ernennt CXO: Die Schwaben bauen ihre Mobilitätssparte weiter aus. Dieses Mal nicht mit einer neuen Dienstleistung, sondern mit Benedikt Schell als Chief Experience Officer (CXO). Zusammen mit Tochterfirma moovel soll Schell u.a. die Einführung digitaler Mobilitätsdienstleistungen steuern.
    automobil-produktion.de

    Grünes Licht in Stuttgart: Nextbike will nun doch nicht gegen die Vergabe des Bikesharing-Angebots in BaWü klagen. Dort soll im Frühjahr 2018 ein neues System mit normalen Rädern und Pedelecs in 20 Kommunen in und um Stuttgart eingeführt werden. DB Connect hatte die Ausschreibung gewonnen, was Konkurrent Nextbike zunächst gar nicht passte.
    stuttgarter-nachrichten.de

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    -Newcomer der Woche-

    Mercedes-Benz Vans und US-Startup Via haben ein Joint Venture gegründet, um gemeinsam Ridesharing in Europa auf die Straße zu bringen. Los geht es schon in diesem Jahr in London und andere Großstädte sollen folgen. Der Kunde bucht eine Fahrt über die App und teilt sich Abschnitte seiner Strecke mit anderen Fahrgästen. Ein ähnliches Konzept hatten die Unternehmen bereits gemeinsam in Kalifornien getestet.
    getmobility.de; daimler.com; sueddeutsche.de

    In Madrid sollen ab Oktober 500 elektrische Renault Zoe im Carsharing angeboten werden. Betrieben wird das Angebot von Renault und Ferrovial Services, die damit der PSA Gruppe den Kampf ansagen wollen. Seit Dezember 2016 betreibt letztere mit Emov bereits ein elektrisches Carsharing in der spanischen Hauptstadt.
    renault.com

    Genf will ab dem kommenden Jahr Elektro-Rollersharing einführen. Welches Unternehmen das Angebot betreiben wird, ist noch unklar. Cityscoot aus Frankreich bestätigte, dass man bereits in Verhandlung stehe. Ob auch die deutschen Anbieter Coup und emmy sharing mit von der Partie sind, ist nicht bekannt.
    20min.ch

  • -Zahl der Woche-
  • Uber will aufs Parkett.

    In spätestens 3 Jahren will Uber an die Börse. Das hat der neue CEO Dara Khosrowshahi in Unternehmenskreisen bekanntgegeben. Tatsächlich wäre der Börsengang sogar schon in eineinhalb Jahren denkbar, so Khosrowshahi. Aber zunächst müsse sich die Firma ändern. Er sagte: „Was uns hierher gebracht hat, wird uns nicht mehr auf die nächste Ebene befördern.“
    handelsblatt.com

  • -Erforscht & Geprüft-
  • Tesseract, Jaguar.

    Teilen leichtgemacht: Das Beratungsunternehmen EY hat seine Mobilitätsplattform Tesseract vorgestellt, die das Teilen von Fahrzeugflotten mittels Blockchain-Technologie ermöglichen soll. Transaktionen zwischen Nutzer, Besitzer und Serviceanbietern sollen so automatisch abgewickelt werden, was die Grundlage für autonome Fahrzeugflotten und die On-Demand- und P2P-Mobilität der Zukunft schaffe.
    t3n.de

    Lenkrad to go: Jaguar hat das Lenkrad Sayer vorgestellt, dass nicht nur zum Lenken, sondern auch als KI-Assistent und Zahlungsmittel dienen soll – z.B. für Carsharing-Flotten. Der Nutzer besitzt dann kein Auto, aber ein spaciges Lenkrad über das er ersteres bestellen, nutzen und auch gleich bezahlen kann.
    car-it.comjaguar.com

  • -Spruchreif-
  • Stephan Kühn, Eva Lohse, Patricia Shams.

    „Das Mobilitätsversprechen, das das Auto bietet, nämlich ‚Einsteigen und losfahren‘ muss auf den ÖPNV übertragen werden.“

    Laut Stephan Kühn, Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, sollte sich das ÖPNV-Angebot nicht an der Nachfrage bzw. Rentabilität orientieren, sondern jederzeit zur Verfügung stehen. Das betreffe auch Car- und Bikesharing. Diese „Daseinsvorsorge“ sei Aufgabe des Bundes und nicht des Anbieters.
    extra-tipp-viersen.de

    „Wir werden daran erinnern, dass der kommunale öffentliche Personennahverkehr erheblich unterfinanziert ist.“

    Vor dem Dieselgipfel zwischen Städten und Kanzlerin Angela Merkel hatte Städtetags-Präsidentin Eva Lohse bereits gefordert, dass, um Fahrverbote in Städten zu vermeiden, es mehr und bessere Umsteigemöglichkeiten geben muss. Und um saubere Luft in Städten zu gewährleisten, müsse der Bund tiefer in die Tasche greifen. Ob dieser das auch tut, bleibt abzuwarten.
    wallstreet-online.de

    „In Zürich werden überdurchschnittlich viele Ringe vergessen. Aber ein Ehering war bis jetzt noch kein einziger dabei.“

    Uber-Sprecherin Patricia Shams sagt, dass mit Blick auf die Schweiz, die Züricher die meisten Sachen nach einer Uber-Fahrt im Auto vergessen. Das zeigt Ubers Lost-and-Found-Index. In Basel wurden hingegen seit Januar gerade mal zwei Paar Kopfhörer gefunden.
    blick.ch

  • -Tipps & Service-
  • Steuertipps, Uber, Autofrei.

    Steuertipps: Immer mehr Leute nutzen Carsharing auch für berufliche Fahrten. Das könnte sich Ende des Jahres steuertechnisch sogar auszahlen. Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) zeigt, wie es geht.
    presseportal.de

    Lesetipp I: Ubers Chefsessel ist endlich wieder besetzt, aber die „Zeit Online“ glaubt nicht, dass der Neue das Ruder des Fahrtenvermittlers wieder rumreißen kann. Wenn man die hier aufgeführte Liste an Problemen, Skandalen und anderen Wehwehchen im Ganzen betrachtet, kommt man tatsächlich ins Grübeln.
    zeit.de

    Lesetipp II: Es geht auch ohne Auto. Ja, man muss es wollen und außerhalb der Großstadt ist es vielleicht nicht so bequem. Aber Menschen sind Gewohnheitstiere – es ist also alles eine Frage der Übung. Dass es auch mit Kindern geht, beschreibt Lisa Figas in ihrem Blog „meetshaus“.
    meetshaus.de

  • -Sharing is caring-
  • In den Weg gestellt.

    Damit sich Fahrgäste nicht mehr durch bereits schließende Türen zwängen oder andere Mitfahrer ungeduldig in den Wagen stoßen, will Frankfurt jetzt Türsteher für die S-Bahnen einsetzen. Die Lotsen wissen: das wird kein Zuckerschlecken. Aber am Ende sollen Bahnen dann pünktlicher abfahren und auch die Folgezüge nicht unnötig aufhalten.
    hessenschau.de