• -Kurzstrecke-
  • 22. Juni 2016

    BMW i3 in Dortmund: So gar nicht Premium

    20160602_165523Außer bei dem hauseigenen Anbieter DriveNow findet man den elektrischen i3 nur bei RUHRAUTOe im Carsharing. Umso größer war die Vorfreude auf die Fahrt – und auch die Enttäuschung angesichts des Fahrzeugzustandes. Fazit: tolles Auto, aber etwas liebebedürftig.

    Wer schon einmal mit dem elektrischen i3 von BMW gefahren ist, weiß, dass dieses Elektroauto ganz anders ist, als Zoe, Leaf und Co. Der Viersitzer aus München wirkt einfach hochwertiger und lässt mit seinem eigenständigen Design auch keinen Zweifel daran, dass es sich hier um ein besonderes Automobil handelt. Daher ist die Freude jedes Mal groß, wenn ein Carsharing-Unternehmen ein solches Fahrzeug zur Kurzzeitmiete bereithält.

    20160602_160635Der Grund für sein Exotendasein lässt sich sicherlich durch seinen vergleichsweise hohen Anschaffungspreis erklären. Bisher ist uns der i3 neben der hauseigenen Marke DriveNow eigentlich nur im RUHRAUTOe-Projekt untergekommen, wo auch einige andere Premiumfahrzeuge (wie z.B. Outlander PHEV, Tesla Model S, Fisker Karma) angeboten werden. Doch bei dieser Fahrt will sich ein Premium-Gefühl so gar nicht einstellen.

    Für den Regen kann der Anbieter zwar nichts, dass sich das Ladekabel an der Säule aber erst nach erneuten Versuchen und einem Anruf bei der Buchungszentrale entriegeln lässt, ist enttäuschend. Im Innenraum dann das nächste Ärgernis: Dieser Wagen wurde ganz offenbar seit längerer Zeit nicht mehr gereinigt, geschweige denn vom Anbieter aufgesucht.

    20160602_165714Nicht nur ist der Innenraum überdurchschnittlich verschmutzt, sondern das Handschuhfach quillt über von Tankbelegen diverser Vornutzer. Denn wird der i3 über seine elektrische Reichweite von ca. 100 km gefahren ohne ihn wieder aufzuladen, springt ein kleiner Benzinmotor (9-Liter-Benzintank) an und verlängert die Reichweite um etwa 150 km. Dass wir bei unserer Fahrt auch den Behälter der Wischflüssigkeit vollständig entleert vorfinden, passt leider in das Gesamtbild der heutigen Fahrt.

    Diese verläuft ansonsten gut und wir absolvieren die 75 km problemlos und ohne auf die Benzinreserve zurückgreifen zu müssen. Zum Standort des i3 auf dem Parkplatz des Dortmunder HBF sei noch gesagt, dass dieser leider sehr ungünstig gewählt ist, da die Ladesäule sich auf der linken Seite des reservierten Parkplatzes befindet, der i3 seinen Anschluss jedoch hinten rechts hat. Wer hier nicht knapp parkt, dürfte mit dem Ladekabel Probleme bekommen.

    Alles in allem kann der i3 als Elektroauto-Carsharing-Auto überzeugen, jedoch sollte der Anbieter seine Reinigungsintervalle erhöhen, ansonsten bleibt das Premiumgefühl aus – und die Kunden auch.

    Eckdaten

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