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Carsharing-Fusion: Der Weg für die Zusammenarbeit ist frei

Sixt hat am Montag seinen 50-Prozent-Anteil an DriveNow an die BMW Gruppe verkauft. Der Carsharing-Anbieter ist somit eine reine Tochterfirma des bayrischen Autobauers. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte vorige Woche gemeldet, dass die Fusion von car2go und DriveNow noch im Februar über die Bühne gehen soll.

Beide Marken sollen dabei erhalten bleiben, die Infrastruktur wird aber zusammengeführt. Das bedeutet eine gemeinsame App, Buchungs- und Abrechnungsplattform.

Es wird schon länger über den Zusammenschluss spekuliert. Als die Gerüchte im Dezember 2016 die Runde machten, dementierte DriveNow jegliche Verhandlungen oder Pläne der Zusammenarbeit. Auch ein Tweet von comobility.news zu dem Thema blieb nicht unbeantwortet.

Grund für die langen Verhandlungen hinter verschlossenen Türen war u.a die Zurückhaltung von DriveNow-Aktionär Sixt, dem immerhin die Hälfte des Carsharing-Anbieters gehörte. In einem Interview mit der „Welt“ im März 2017 pochte Konzernchef Erich Sixt noch auf sein Vetorecht. „Die gesamte Infrastruktur und IT-Technik des Carsharing liegt bei uns“, sagte er. BMW liefere nur die Fahrzeuge.

Das Ende vom Lied: Die BMW Gruppe hat sich jetzt die Anteile von Sixt gesichert.

Die Fusion macht Sinn. Auf der einen Seite können Kunden von einem Anbieter dann auf beide Angebote zugreifen. Was die Preisstruktur betrifft, sind allerdings noch keine Details durchgesickert. Auf der anderen Seite sparen Anbieter Betriebs- und Verwaltungskosten. Zwar äußert sich weder car2go noch DriveNow zum Thema Umsatz, Gewinn oder Verlusten, Experten gehen aber davon aus, dass beide bislang keinen großen Gewinn (wenn überhaupt) machen.
manager-magazin.de, faz.net, zeit.de